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Übersicht Chronik, Ursprünge und Würzeln
zu
den Berichten aus früheren Jahren
| San-Lehrgänge in
den 80iger Jahren
An dieser Stelle soll mal die Entwicklung der Sanitätsausbildung im DRK kurz beleuchtet werden. Die Erste-Hilfe-Ausbildung und damit auch die Sanitätsausbildung standen in den 50iger, 60iger und teilweise auch noch in den 70iger Jahren unter dem Einfluss des noch nicht ausgebauten Rettungsdienst. Es war eben nicht gegeben, dass innerhalb von 8 bis 12 Min. ein Notarzt die Einsatzstelle erreichte. Im ländlichen Raum war es sogar bis zum Ende der 70iger Jahre üblich, dass ein Krankenwagen als Liegewagen mit Sauerstoff und einem Fahrer unterwegs war. Passanten oder Angehörige mussten mithelfen den Patienten auf die Trage zu lagern und in den Krankenwagen einzuladen. Medizinische Begleitung gab es nicht, der Fahrer beobachtete den Patienten durch den Rückspiegel, daher auch der Begriff "Spiegelrettung". Daran angelehnt waren wichtige Ausbildungsinhalte in der Ersten Hilfe und auch in den Sanitätsdienstlehrgängen das Anlegen von festen und sitzenden Verbänden, das Ruhigstellen von Gliedmaßen, auch behelfsmäßig mit Stöcken und Latten. Im Erste-Hilfe-Lehrgang wurde bis zum Anfang der 80iger Jahre "nur" die Beatmung gelehrt. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde in den 70iger Jahren erst in der Sanitätsdienstausbildung gelehrt. Bevor man mit der Wiederbelebung beginnen durfte, musste man Bewußtsein, Atmung, Kreislauf und Pupillenreaktion prüfen. Der Patient musste "echt" klinisch tot sein. Man hatte unheimliche Bedenken, die Wiederbelebung könnte zu früh eingeleitet werden. Ganz im Gegenteil zu heute, wo fast nach dem Motto verfahren wird, "wiederbelebt wird jeder, der sich nicht dagegen wehrt". Für die Sanitätsausbildung gab es immer schon Lehrgangskonzepte mit 12 Doppelstunden und 60 Unterrichtseinheiten (UE). Vom Stoffumfang waren die Lehrpläne der Sanitätsdienstausbildung in den 70iger, 80iger und 90iger Jahren am umfangreichsten. Ab den 90iger Jahren wurden die theoretischen Inhalte zugunsten praktischer Maßnahmen reduziert. Theorie wird nur noch in dem Umfang vermittelt, wie es zum Verständnis der Maßnahmen notwendig ist. Vor allem die Themen akuter Bauch und gynäkologische Notfälle wurden stark reduziert. Bei den Erfolgskontrollen
hat sich auch einiges getan. Waren in den 60iger Jahren keine Erfolgskontrollen
vorgeschrieben, so musst man in den 70iger und 80iger Jahren schriftliche
Erfolgskontrollen mit mind. 60% der erreichbaren Punkte bestehen. Das hat
sich heute mit richtiger Ausbildungs- und Prüfungs-Ordnung für
Sanitäter geändert. Landesverbands-weit ist der Ablauf
einer Sanitäter-Prüfung vorgegeben. Diese Entwicklung hat
sicherlich auch ermöglicht, dass heute die Sanitäter-Ausbildung
als therotische Ausbildung für Rettungshelfer
in NRW staatlicherseits anerkannt wird.
Sanitäts-Lehrgang in Bevergern 1982 Im Herbst fanden bis heute immer traditionsgemäß die Sanitäterlehrgänge statt. Auch so im Jahr 1982. Der Lehrgang wurde mit der theoretischen Ausbildung im DRK-Heim Bevergern durchgeführt. Die praktische Ausbildung, vor allem das Retten im Gelände und der Tragedienst wurden gerne am Huckberg durchgeführt. Hier die Teilnehmer bei einem Gruppenfoto an der "Hexenhöhle". Auch heute noch ist dieses Gelände ein beliebtes Ausbildungsgebiet.
Hier ein Link zu einem Bericht,
wie die Ausbildung heute auf dem gleichen Gelände erfolgt: => hier
Sanitätslehrgang März 1985 in Saerbeck Der Sanitätslehrgang im März 1985 wurde im Mannschaftsraum des dortigen Feuerwehrhauses durchgeführt. Die Ausbilder waren Heinz Spöler aus Bevergern und Helmut Berghaus aus Riesenbeck. Die ärztliche Seite war durch Dr. Heiner Möhlenkamp, praktizierender Arzt in Saerbeck, vertreten.
Auf dem Bild sehen wir Marianne
Hövel bei der Übung "Umgang mit sterilem Material". Aus der Erinnerung
ist noch bekannt, dass diese Übung besonders viel Konzentration erforderte,
galt es doch die Regeln der Sterilität zu beachten! Heute kommt diese
Übung nicht mehr in der Sanitätsausbildung vor, sicherlich aus
Zeitmangel, weil andere wichtige notfallmedizinische Maßnahmen Vorrang
haben.
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